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Das altern der Gesellschaft ist unvermeidlich

Das altern der Gesellschaft ist unvermeidlich

Die Prognosen zeigen, dass im Jahr 2060 jeder Dritte Einwohner der EU 65 Jahre haben wird oder mehr. In Polen altert die Gesellschaft schneller als in den meisten EU-Ländern. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts fällt auf einen Rentner nur eine beruflich aktive Person an.

Obwohl die Zeit erbarmungslos läuft, sind wir stets gewandt, energievoll und gehen davon aus, dass das altern uns nicht betrifft. Derweil altert die Gesellschaft in Europa und Polen mit dynamischen Tempo. Dies bedeutet, dass sich Menschen über 65 mehr an der Gesellschaft beteiligen müssen als junge Leute. In entwickelten Ländern kann dieses Phänomen nicht vermieden werden. Die Aussichten lassen keine Illusionen zu. In den kommenden Jahren ändert sich die demographische Gesellschaftsstruktur diametral. Die Angaben zeigen, dass die Prozentzahl  der Senioren in der Gesellschaft wachsen wird, wobei die Anzahl der Kindesgeburten sinken wird. Schon heute ist auf Grund  der Geburtenrate der Austausch der Generationen nicht gesichert, in der zweiten Hälfte des XXI Jahrhunderts fällt die Geburtenrate sogar negativ aus. Der Grund dafür ist der Fortschritt der Zivilisation und Änderungen in der Qualität unseres Lebens.

Abhängend vom jeweiligen Land, kann dieser Prozess mit unterschiedlicher Intensität vorkommen. Polen zählt zur Gruppe von Ländern, wo die Gesellschaft schnell altert.

Statistisch älter

Im Jahr 2060 wächst die Anzahl der Person über 65 um 12% und wird 29,5% der ganzen Gesellschaft betragen. Die niedrigste Anzahl von Personen unter 65 Jahren werden im zweiten Jahrzehnt des XXI Jahrhunderts Irland (22%), Großbritannien (24,5%), Norwegen (24,9%), Belgien und Dänemark (25,5%) haben.

In Polen ist die Dynamik des Alterns schon jetzt höher als in anderen Ländern der EU. Demografen sind der Meinung, dass der Grund für den schnelleren Altersprozess in Polen, der „Baby- boom“ in der Nachkriegszeit ist. Seit 3 Jahren erreichen das Rentneralter Personen, die in den Jahren 1946-1960 geboren wurden. In den kommenden Jahrzehnten wird sich das demographische Alter der Gesellschaft vertiefen. Im Jahr 2035 werden Senioren 23% der ganzen Gesellschaft bilden, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts bereits 34,5%. Man kann dies einfach vergleichen: heute arbeiten für einen Rentner vier Personen im produktivem Alter, im Jahr 2060 werden es weniger als 2 Personen sein. Ein höherer Prozentsatz von Personen im Alter von 65 Jahren ist nur für Litauen (35,7%) und Rumänien (34,8%) prognostiziert.

Wir leben länger

Demografische Angaben bestätigen den Rückgang der Sterblichkeit und die systematische Erhöhung der durchschnittlichen Lebensdauer. Dies hängt unmittelbar mit der Entwicklung der Medizin , der gesundheitlichen Prophylaxe und dem modernen Gesundheitswesen zusammen. Der statistische Pole lebt heute 72,7 Jahre, die durchschnittliche Polin lebt 81 Jahre. Das sind insgesamt 3 Jahre länger als am Anfang des Jahrhunderts. Die Prognosen des Zentralen Statistikamtes sagen hervor, dass Frauen 2030 durchschnittlich 83 Jahre lang leben werden, Männer 77,5 Jahre. Das Thema der Langlebigkeit ist bei uns immer noch weniger ausgeprägt als in den meisten EU- Ländern.

Die Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer wird einen Einfluss auf den Zuwachs von Senioren haben. Man schätzt, dass die Anzahl der Menschen im Alter von 80 Jahren sich bis zum Jahr 2060 verdoppelt. Eurostat Angaben zufolge werden Personen im Alter von 80 Jahren in Deutschland, Portugal, Spanien und Italien 13,5%-14% der ganzen Gesellschaft bilden. Auch Polen überschreitet den Mittelwert. Innerhalb von 4 Jahrzehnten wächst die Anzahl der Senioren über 80 von 4% bis 12,3%.  

Polen schrumpft

Ein weiteres Problem, dass unmittelbar mit dem globalen Alterungsprozess zusammensteht, ist der Rückgang der Geburtenanzahl. Die niedrige Geburtenrate führt dazu, dass in Europa zu wenig Kinder auf die Welt kommen um den Austausch der Generationen zu sichern. Es wird angenommen, dass der Austausch der Generationen nur dann gesichert sein kann, wenn eine Frau mindestens 2 Kinder auf die Welt bringt.

Eurostat- Forscher sind der Meinung, dass in den mitteleuropäischen Ländern und Ländern im Süden des Kontinents die Gebärhäufigkeit bei ca. 1,5 liegt. Etwas besser ist die Situation in Frankreich und Skandinavien, wo die Gebärhäufigkeit 1,9 Kinder beträgt. Nur Irland ist eine Ausnahme- die Gebärhäufigkeit liegt dort bei 2,01, somit ist der Austausch der Generationen abgesichert.

In Polen liegt die Gebärhäufigkeit unter dem Durchschnitt (beträgt 1,3) und wird in den kommenden Jahren schrumpfen. Anhand der GUS- Angaben sinkt die Geburtenanzahl bis Ende 2035 bis 272.000 jährlich (zur Zeit beträgt sie über 406.000). Dies wird einen großen Einfluss auf die Bevölkerungszahl haben, die innerhalb von 20 Jahren von 38 Millionen auf 36 Millionen sinkt. Die Eurostat- Prognosen sind noch weniger optimistisch. Bis zum Jahr 2060 sinkt die Anzahl der Einwohner in Polen um 6 Millionen.

Mehrere Fakten liegen dieser Situation zu Grund. Junge Menschen investieren mehr Zeit ins Schulwesen, so dass die Entscheidung für ein Kind verschoben wird.  Darüber hinaus möchten immer mehr Frauen beruflich aktiv sein. Die schlecht geführte Familienpolitik der Regierung trägt auch dazu bei. Weiterhin wandern in den ehemaligen sozialistischen Ländern immer mehr beruflich aktive Menschen aus.

Herausforderung statt Problem

Das Altern der Gesellschaft ist eine große Herausforderung. Seit vielen Jahren führt man in europäischen Ländern Forschungen und Debatten bezüglich der Anpassung der sozialen und wirtschaftlichen Politik an die unvermeidlichen demographischen Änderungen. Insbesondere achtet man auf den Wandel der Rentensysteme und Organisation von Dienstleistungen für Senioren. Man schätzt, dass im Jahr 2020 fast 370.000 Senioren pflegebedürftig sein werden, davon nehmen 200.000 Senioren Hilfe ihrer Familienangehörigen, die beruflich aktiv sind, in Anspruch.  In Polen sind Mehrgenerationen immer noch sehr ausgeprägt, wo die Familie die Betreuung übernimmt. Untersuchungen zeigen, dass meistens Kinder die Betreuung übernehmen (51,1%), seltener der Ehepartner (18,2%), Schwiegertöchter und Schwiegersöhne (13,4%) und Enkelkinder (6,6%).

Die Gewährleistung der Seniorenbetreuung ist mit Sicherheit eine Herausforderung für die meisten Länder in Europa, sowohl unter dem Aspekt der Organisation von verschiedenen Institutionen, wie auch der Unterstützung von Familien. 

Bearbeitet von: LAXO