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SAO - Sekcja Agencji Opieki

Was passiert, wenn eine legal arbeitende Altenpflegerin einen Unfall erleidet oder erkrankt?

Was passiert, wenn eine legal arbeitende Altenpflegerin einen Unfall erleidet oder erkrankt?

Ausländer können bei einer Krankheit die kostenlose medizinische Grundversorgung in Anspruch nehmen, wenn sie sich in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union aufhalten. In solchem Fall soll die  EKUZ Karte vorgelegt werden (polnische Abkürzung für die europäische Krankenversicherungskarte).  Das Recht auf die EKUZ Karte haben die beim NFZ (polnische  Abkürzung für den Nationalen Gesundheitsfonds) versicherten Personen, darunter auch  die durch den polnischen Arbeitgeber aufgrund des durch ZUS (polnische Sozialversicherungsanstalt) bestätigten A1 Dokumentes ins Ausland entsandten Arbeitnehmer. Die EKUZ Karte soll jeder zur Arbeit in der Europäischen Union entsandte Arbeitnehmer haben. Für den Fall eines Arbeitsunfalls oder einer während der Dienstriese erworbenen Krankheit, können die entsandten Arbeitnehmer gleiche medizinische Versorgung in Anspruch nehmen wie die Bürger des gegebenen Landes.

Um die EKUZ Karte erwerben zu können, soll man:

  • sich zur NFZ Woiwodschaftsfiliale begeben; den ausgefüllten und persönlich unterzeichneten Antrag auf die EKUZ Karte stellen, den man in der Fondsfiliale bekommen oder auf der Internetseite des Nationalen Gesundheitsfonds herunterladen kann;
  • den Antrag auf die EKUZ Karte kann man bei NFZ persönlich stellen, per Post schicken, mailen, faxen oder über elektronischen Briefkasten senden;
  • die EKUZ Karte kann man persönlich entgegennehmen oder im Antrag eine Adresse angeben, an die sie zugeschickt werden soll;
  • die EKUZ Karte wird in der Regel am Tag der Antragsstellung ausgestellt;
  • die EKUZ Karte wird kostenlos ausgestellt;
  • es kann zur Ausfüllung des Antrages und/oder Entgegennahme der EKZU Karte eine dritte Person bevollmächtigt werden.

Aufgrund der EKUZ Karte stehen Sachleistungen in einem vom medizinischen Blickpunkt notwendigen Umfang zu. Der Hilfe leistende Arzt entscheidet, ob die gegebene Sachleistung in dem konkreten Fall notwendig ist, indem er seinen Charakter und die vorgesehene Aufenthaltslänge im Ausland in Betracht zieht.  Für den Fall einer Krankheit oder einer notwendigen zahnärztlichen Behandlung soll ein Arzt gewählt werden, der den Vertrag mit der öffentlichen Krankenkasse abgeschlossen hat. Außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen kann man sich direkt an die Ambulanzen wenden. In dringenden Fällen kann man in Deutschland die Notrufnummer 112 wählen.  Ein polnischer Versicherte hat in Deutschland Anspruch auf solche Behandlung wie eine im deutschen Krankenversicherungssystem versicherte Person. Eine stationäre oder Fachbehandlung bedürft ähnlich wie in Polen einer Einweisung.

Die sich beim Arzt vorstellende Person soll ein Dokument vorlegen, das ihr Recht auf die Inanspruchnahme der medizinischen Sachleistungen bestätigt (EKUZ Karte oder provisorische Ersatzbescheinigung) sowie den Personalausweis oder den Pass. Der Arzt fordert eine Kopie der Karte. Deswegen wird es empfohlen, einige Kopien mit sich zu haben.

Beim Arzt bekommt man den Vordruck 81, der auch in polnischer Version erhältlich ist. Man soll diesen Vordruck ausfüllen und angeben, wie lange sich man voraussichtlich in Deutschland aufhält. Es ist auch eine Bescheinigung zu unterzeichnen, dass man nicht zwecks der Behandlung angekommen ist und die deutsche Krankenkasse zu nennen, die dann die erbrachten Sachleistungen abrechnet (es sind unter anderem: AOK, BKK, TK, IKK, DAK).

Wenn der empfangende Arzt die Prozedur mit EKUZ Karte Patienten nicht kennt, dann kann man sich um Hilfe an den deutschen Vermittler, d.h. an DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland) in Bonn wenden.

Fehlt die EKUZ Karte, kann es heißen, die Sachleistung soll aus eigenen Mitteln in voller Höhe oder als Vorschuss bezahlt werden. In solchem Fall soll man vom Arzt die Originalrechnungen mit den Personaldaten und der Wohnadresse in Polen der die Sachleistungen in Anspruch nehmenden Person bekommen.  Sie stellen dann eine Grundlage für das Verlangen der Kostenrückerstattung gegenüber dem Versicherer im Aufenthaltsland oder dem Nationalen Gesundheitsfonds nach der Rückkehr nach Polen dar; der Antrag auf Kostenrückerstattung soll an den im Hinblick auf den Wohnort zuständigen NFZ gestellt werden; der Kostenrückerstattung unterliegen nicht die Kosten, die die Selbstbeteiligung des Patienten darstellen.     

Für den Fall der Inanspruchnahme der ärztlichen Versorgung wird es empfohlen, vor der Rateinholung eines Facharztes, zunächst den Rat des Familienarztes einzuholen. Eine Liste mit polnischsprachigen Ärzten  befindet sich im Firmenkatalog auf meinestadt.de. Die Listen mit Fachärzten sind auf „Yellow Pages” zur Verfügung. Informationen über die an Feiertagen und am Wochenende Dienst tuenden Ärzte und über die Apotheken sind in der Tagespresse unter„Ärztlicher Notdienst” oder „Ärztlicher Bereitschaftsdienst” zu finden.

Bearbeitet von: Time Help