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Seniorenbetreuung – Beruf oder Berufung?

Seniorenbetreuung – Beruf oder Berufung?

Die Seniorenbetreuung ist speziell und anspruchsvoll. Personen, die diesen Beruf ausgewählt haben müssen nicht nur bestimmte Fähigkeiten besitzen sondern vor allem einen entsprechenden Charakter und ein großes Herz haben.

Der Beruf Altenpflegerin bzw. Altenpfleger ist von Jahr zu Jahr beliebter. Die europäische Gesellschaft lebt immer länger was dazu führt, dass immer mehr Menschen Betreuung benötigen. Dazu zählen insbesondere entwickelte Länder wie Deutschland, die Schweiz oder Österreich. In diesen Ländern suchen polnische Seniorenbetreuer am häufigsten Arbeit.  Sowohl junge Menschen, wie auch Personen nach dem fünfzigsten Lebensjahr sehen in diesem Job eine Chance auf Beschäftigung und gute Verdienste. Jedoch die Perspektive auf schnelles und einfaches Geld ist mit Sicherheit nicht ausreichend um die Arbeit als Altenpfleger aufzunehmen. Viele Menschen verstehen nicht wie hart dieser Job ist. Ein Seniorenbetreuer kümmert sich um die ältere Person, erfüllt ihre Bedürfnisse, steht ihr bei alltäglichen Tätigkeiten zur Seite, pflegt sie und kümmert sich um den Haushalt. Altenpfleger müssen vor allem ein offenes Herz und eine starke Psyche haben. Bevor man sich für diesen Beruf entscheidet sollte man bedenken ob man emotional  dazu bereit ist sich um eine ältere, kranke Person zu kümmern.

Vertrauen ist die Grundlage

Potentielle Arbeitgeber, also die Familien der Senioren, suchen Personen mit kommunikativen Deutschkenntnissen, gutem Gesundheitszustand, Erfahrung aber hauptsächlich Personen mit bestimmten psychischen Eigenschaften. Eine perfekte Altenpflegerin sollte verantwortungsbewusst, warmherzig, kommunikativ, organisiert, tüchtig und stressresistent sein. Die Anforderungen sind hoch, man muss jedoch verstehen, dass die Familien sicher sein müssen, dass die Pflegerin sich gut um ihre Nächsten kümmern wird.

In der Anfangszeit kann es der Pflegerin  vorkommen, dass sie von der Familie oder dem Senioren beobachtet oder kontrolliert wird. Das ist jedoch eine natürliche Reaktion wenn eine fremde Person im Haus erscheint. Manchmal kann dies recht unangenehm sein, es ist aber lediglich eine Übergangsphase. Sowohl die Betreuerin, wie auch der Senior brauchen Zeit um sich aneinander zu gewönnen. Wichtig ist, dass die Pflegerin schon von Beginn an versucht das Vertrauen des Patienten zu gewinnen, herzlich und rücksichtsvoll ist, die Gewohnheiten des Patienten kennenlernt. Dies macht den Start mit Sicherheit einfacher.

Geduldsfaktor

Betreuerinnen sind dafür zuständig eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich der ältere, kranke Patient sicher und geborgen fühlt. Für die meisten  Senioren, die bisher ohne fremde Hilfe zurecht kamen, ist die Notwendigkeit eine Pflegerin einzustellen ein harter Schlag, ein deutliches Anzeichen dafür, dass sie unbeholfen und gebrechlich sind. Wegen ihres Gesundheitszustandes sind Senioren nicht im Stande so zu leben wie vorher, dennoch irritiert sie die Anwesenheit der Pflegerin. Sie arbeiten nicht gerne zusammen, sind mürrisch, schroff sogar heimtückisch. Diese negativen Emotionen konzentrieren sich auf der Betreuerin, die Einsicht, Geduld und Stressresistenz zeigen muss. Man muss in Betracht ziehen, dass dieses Benehmen nicht immer aus einem schlechten Charakter resultieren, sondern Hilflosigkeit oder Krankheit der Grund ist. Das ist nicht einfach, deshalb spielt in der Arbeit mit älteren Menschen Empathie eine enorme Rolle. Es ist eine Eigenschaft, dank der man sich in die Situation anderer Menschen hineinversetzen kann, die Motive ihres Verhaltens verstehen kann. Einfühlsamen Personen ist es einfacher ihre Aggressivität zu zügeln und zu verzeihen.

Selbstbehauptender Diplomat

Die Arbeit als Seniorenbetreuer außerhalb der Heimat ist eine große Herausforderung, u.a. auch wegen der Kulturunterschiede. Ältere Menschen haben viele Angewohnheiten, die sie manchmal ihr ganzes Leben lang begleiten. Sie sind deshalb ein wichtiger Teil ihres Lebens und man sollte sie beibehalten, auch wenn sie unbegründet und lästig scheinen. Eine gute Altenpflegerin sollte die Bedürfnisse des Senioren akzeptieren und ihn unterstützen. In manchen Situation ist eine starke Psyche und Beherrschung unentbehrlich. Aggressives Verhalten oder Verlieren der Beherrschung sind unzulässig. Sollten Missverständnisse auftauchen, sollte die Betreuerin auf diplomatische Weise versuchen den Konflikt beizulegen. Andererseits ist Selbstbehauptung eine erforderliche Eigenschaft. Durch Selbstbehauptung ist keine Missachtung von Gefühlen anderer Menschen gemeint sondern das Können Grenzen zu stellen, die Sorge um eigene Interessen,  sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Selbstsichere Personen, die mit eigenen Emotionen zurecht kommen, werden sich in diesem Beruf verwirklichen können.

Mit Gefühl, aber entschlossen

Personen die mit Menschen arbeiten, sollten offen und kontaktfreudig sein. Diese Eigenschaften sind in diesem Beruf sehr begehrt. Wenn eine Betreuerin  Distanz beibehält,  wird sie keine Chance haben den Senioren selbst und seine Bedürfnisse kennenzulernen. Entsprechende Verhältnisse, freundliche Gespräche, Austausch der Lebenserfahrungen erlauben Vertrauen und vielleicht sogar Zuneigung zu gewinnen. Gute Verhältnisse mit dem Senioren haben auch Einfluss auf den Arbeitskomfort.

Kontaktfreudigkeit ist eine weitere Eigenschaft, dank der man einen guten Eindruck beim zukünftigen Arbeitgeber hinterlassen kann. Hierbei handelt es sich nicht nur um gute Verhältnisse mit dem Senioren sondern auch mit der Familie, , Bekannten, Nachbarn, manchmal auch mit Ärzten, Krankenschwestern oder Physiotherapeuten. Verantwortliche Personen, die gut mit anderen zusammenarbeiten können, kommt damit bestimmt zurecht.

Weitere wichtige Eigenschaften einer Altenpflegerin sind Wahrnehmungsvermögen und Tüchtigkeit. Es handelt sich vor allem um das Treffen von Entscheidungen bezüglich prosaischer,  alltäglicher Dinge, um Aufgabenplanung und Realisierung sowie durchdachtes Handeln in schwierigen, unerwarteten Situationen. Besonders in einer Krisensituation, wie z.B. Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Senioren – ein kühler Kopf und entschlossenes Handeln  sind in solchen Situationen unbezahlbar. Dadurch fühlt sich der Senior geborgen und weiß , dass er sich auf uns verlassen kann.

Bearbeitet von: LAXO