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SAO - Sekcja Agencji Opieki

Risiko der Schwarzarbeit - Informationen für Betreuerinnen

Risiko der Schwarzarbeit - Informationen für Betreuerinnen

Täglich gehen bei legal praktizierenden Betreuungsagenturen telefonische Anfragen nach Arbeitsplätzen ein. Die wichtigste Frage ist hierbei die Entlohnung. Häufig enden diese Gespräche dann mit Aussagen wie: „ Privat“ (sprich nicht legal) verdiene ich 200 – 300 Euro mehr“ seitens des Interessenten. Gut möglich, aber niemand sieht welches Risiko die Schwarzarbeit mit sich bringt.

Keine dieser Frauen, wie auch Männer, berücksichtigt hierbei, dass die 200 – 300 Euro nicht einmal die Kosten der Sozialversicherung, sowie der Steuern decken. Schließlich müssen diese bei legaler Beschäftigung vom Arbeitgeber abgeführt werden. Die Zeit vergeht schnell, niemand bleibt ewig jung und eines Tages stellen nicht legal arbeitende Personen fest, dass sie ohne jegliche Absicherung und Rentenbezüge dastehen. Dann allerdings ist es zu spät, etwas dagegen zu unternehmen.

Aber die fehlende Sozialversicherung ist nicht allein eine Frage der späteren Rente. Schwarz arbeitenden Personen steht keine Krankenversicherung zu, ohne diese Unterstützung ergeben sich durch einen Tag, in einem deutschen Krankenhaus, Kosten von etwa 500 Euro. Bedenken Sie, dass Sie im Krankheitsfall komplett allein dort stehen. Die deutschen Familien (zumindest der wesentlich größere Anteil) werden aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung (mit hohen Geldstrafen), sicher nicht zugeben, dass es ein „Beschäftigungsverhältnis“ gibt.

Krankenhaus, Operationen, Behandlungen….bekannt sind ebenso weitaus schlimmere Vorfälle. Der Todesfall und die Überführung ins Heimatland, hat jemand der nicht legal Arbeitenden jemals darüber nachgedacht, dass dies ca. 5000 Euro kostet? Oft hört man dann das Argument: Ich habe eine private Versicherung abgeschlossen. Natürlich – für Touristen. Man muss bedenken, dass jede Versicherungsanstalt vor Deckung des Schadenfalls den Vorfall gründlich durchleuchtet. In den seltensten Fällen klappt es, dass man den Hintergrund verbergen kann und sich die Tatsache der Arbeit für Geld verschweigen lässt. In diesem Moment ist die Versicherungsleistung gleich  „Null“.  Alle Kosten sind dann von Ihnen als Betreuerin zu tragen, im schlimmsten Fall von Ihren Angehörigen.

Häufig kommt es durch die Schwarzarbeit auch zu Ausbeutungen seitens der deutschen Familien. Bei fehlendem Vertrag, fehlt es ebenso an konkret festgelegten Bestimmungen der Tätigkeit. Die nicht festgelegten Aufgaben können bedeuten, dass mehr verlangt wird als körperlich oder psychisch lastbar ist.Ebenso gibt es keine Garantie, dass man überhaupt entlohnt wird. Leider entfallen ebenso alle Möglichkeiten vor Gericht seine Ansprüche gelten zu machen, wenn kein offizielles Arbeitsverhältnis besteht.

Nicht selten erhalten wir auch Anrufe von Frauen, die genau aus diesen Gründen der unmenschlichen Behandlung durch die deutschen Familien in die legale Arbeit wechseln wollen – Dinge wie zu wenig Geld für die Einkäufe der Lebensmittel ( oder auch für Reinigungsmittel und Hygieneartikel), oder aggressives, erniedrigendes Verhalten der betreuende Person – man hat niemandem bei dem man sich darüber beschweren könnte. Das alles muss man dann aushalten, für 200 – 300 Euro mehr.

Wo wir gerade bei den Finanzen sind, schneiden wir noch die Geldstrafen an, die für Schwarzarbeit in Deutschland, aber auch in Polen drohen.

Seit dem Jahr 2004 ist die Schwarzarbeit im Bereich der Betreuung nicht mehr nur ein einfaches Vergehen, sondern eine Straftat für die hohe Bußgelder und Strafen drohen. Diese zahlen nicht nur die Betreuerinnen, gleichwohl auch die beteiligten Familien. Die Anzahl der Kontrolleure für Schwarzarbeit der Zollämter steigt stetig an, dies hat immer effektivere und genauere Aufklärungen zufolge. Im Fall einer Kontrolle kommen auf den ausländischen Schwarzarbeiter im schlimmsten Fall Bußgelder bis zu 5000,00 Euro zu. Ebenso werden von den deutschen Kranken- und Pflegeversicherungen Mitarbeiter in Privathaushalte von Senioren eingesetzt, welche überprüfen, ob die anwesende Betreuungskraft über eine legale Meldung verfügt. In diesem Fall ist es schon ausreichend dies mit dem Dokument A1 zu belegen, welches die Legalität des Aufenthaltes und der Arbeit bestätigt. Dieses Dokument erhält man bei Ausführung der Dienstleistungen über eine legal arbeitende Agentur.

Ebenso drohen für die Schwarzarbeit auch in Polen Strafen. Sicher haben auch Sie neidische und gehässige Nachbarn, die nur zu gern Ihre nicht legalen Einkünfte anzeigen würden. Bei Kontrolle durch das Finanzamt und Feststellung,nicht abgeführter Steuern für erzielte Einkünfte, werden auch hier weitere Bußgelder fällig, in Höhe von bis zu 5000,00 zl.

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, bevor Sie sich für einen höheren Verdienst von 200 – 300 Euro entscheiden, überlegen Sie genau ob es Wert ist, dieses hohe Risiko zu tragen? Ob es sich wirklich rechnet,  ununterbrochen Kontrollen und Strafen zu fürchten, mit ständigem Stress,der Gesundheit psychisch und physisch zu schaden? 

Bearbeitet von: PRO BONO